Vor kurzem hat für mich ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Wenn man etwas Neues anfängt, gehört ein wenig Unsicherheit meist dazu. Man freut sich auf das, was kommt, und gleichzeitig fragt man sich, was einen erwartet. Diesmal war es allerdings anders. Natürlich war ich gespannt, aber die Vorfreude überwog von Anfang an.
Schon an meinen ersten Arbeitstagen durfte ich viele nette Menschen kennenlernen. Besonders dankbar bin ich für meine Mentorin, die mich mit viel Geduld und Engagement begleitet hat. Sie achtete darauf, dass ich die Unterschiede zu meinen bisherigen Aufgaben schnell verstehen konnte und nahm sich Zeit für jede meiner Fragen. Dabei habe ich selbst festgestellt, wie viel Freude es mir macht, Neues zu lernen.
Vor meinem Start war ich überzeugt, dass meine Computerkenntnisse recht umfangreich sind. Doch bereits nach wenigen Tagen wurde mir bewusst, wie viele Möglichkeiten bekannte Programme tatsächlich bieten. Es gibt noch so viel zu entdecken, und genau das begeistert mich. Ich freue mich darauf, mein Wissen Stück für Stück zu erweitern und neue Fähigkeiten dazuzulernen.
Auch die ersten Dienstreisen ließen nicht lange auf sich warten. Bereits am dritten Tag ging es zu zwei weiteren Standorten. Und wieder begegneten mir Menschen, die freundlich, offen und hilfsbereit waren.
Die erste Arbeitswoche verging dadurch wie im Flug. Als das Wochenende näher rückte, musste ich sogar schmunzeln. Früher habe ich mich oft auf freie Tage gefreut. Diesmal war ich fast ein wenig traurig, dass die Woche schon vorbei war. Doch wer mich kennt, weiß: Man geht nie ganz.
Kurz vor dem Wochenende meldete sich tatsächlich meine ehemalige Firma bei mir. Bei einem kleinen Thema wurde noch Unterstützung benötigt. Also fuhr ich noch einmal vorbei. Und plötzlich war es wieder da – dieses vertraute Gefühl.
Die bekannten Gesichter. Die vertrauten Gespräche. Die Menschen, mit denen ich so viele Jahre zusammengearbeitet habe.
Es war schön zu sehen, dass die Freude auf beiden Seiten groß war. Solche Begegnungen zeigen einem, dass manche Verbindungen auch dann bestehen bleiben, wenn sich berufliche Wege trennen.
Überhaupt habe ich in den letzten Wochen unglaublich viele positive Begegnungen erlebt. Vielleicht erinnert ihr euch noch an das Buch „Das Café am Rande der Welt“, das ich vor einiger Zeit mit einem kleinen Auftrag auf Reisen geschickt habe. Vor Kurzem erhielt ich eine Nachricht von einer Frau namens Natalie aus Breisach. Sie hatte das Buch erhalten, gelesen und sich bei mir gemeldet. Darüber habe ich mich riesig gefreut. Noch schöner ist der Gedanke, dass das Buch inzwischen wieder unterwegs ist und seine Reise fortsetzt.
Ich bin schon sehr gespannt, wer sich als Nächstes meldet und welche Geschichte dadurch entsteht.
Apropos Vorfreude. Viele von euch haben vermutlich bereits ihren Sommerurlaub geplant oder zählen vielleicht schon die Tage bis zur Abreise. Ist das nicht ein wunderbares Gefühl? Die Aussicht auf neue Eindrücke, besondere Erlebnisse oder einfach ein paar Tage Erholung. Vielleicht liegt euer Urlaub auch schon hinter euch, und ihr denkt mit einem Lächeln an schöne Momente zurück.
Doch je länger ich darüber nachdenke, desto mehr wird mir bewusst: Die schönsten Augenblicke müssen gar nicht weit entfernt liegen.
Manchmal entstehen sie mitten im Alltag.
Bei einem spontanen Treffen mit Freunden.
Bei einem gemeinsamen Einkaufsbummel.
Bei einem Gespräch, das eigentlich nur wenige Minuten dauern sollte und plötzlich den ganzen Nachmittag füllt.
Oder bei einem Abend, von dem man vorher gar nicht ahnt, wie besonders er werden wird.
Genau so ein Abend erwartete mich vergangene Woche. Eine Freundin hatte zur Einweihungsparty eingeladen. Schon vorher freute ich mich darauf, einige bekannte Gesichter wiederzusehen. Doch wie so oft hielt der Abend mehr für mich bereit als erwartet. Im Laufe des Abends traf ich eine Freundin, die ich viel zu selten sehe. Wir unterhielten uns lange und kamen auf Themen und Erlebnisse zu sprechen, von denen ich bisher nichts wusste. Wieder einmal wurde mir bewusst, wie viele Geschichten in den Menschen um uns herum verborgen liegen. Im Laufe des Abends wechselten die Gesprächspartner immer wieder, und so lernte ich weitere interessante Menschen kennen.
Besonders beeindruckt hat mich die Geschichte eines Mannes, der bei einer Safari schwer verletzt wurde. Mitten in der Wildnis, weit entfernt von schneller Hilfe, wurde er völlig unerwartet von einem Tier angegriffen. Die Situation war ernst, und doch sprach er heute darüber mit einer Ruhe und Dankbarkeit, die mich tief beeindruckt hat. Was mir dabei besonders in Erinnerung geblieben ist: Trotz dieser Erfahrung hatte er seine positive Einstellung zum Leben nicht verloren. Im Gegenteil. Er freut sich bereits auf seine nächste Reise dorthin.
Das hat mich nachdenklich gemacht. Wie oft lassen wir uns von kleinen Schwierigkeiten die Stimmung verderben, während andere Menschen nach großen Herausforderungen voller Zuversicht nach vorne blicken? Vielleicht ist genau das eine besondere Fähigkeit: den Blick auf das Gute nicht zu verlieren.
Der Abend verging viel zu schnell. Es wurde gelacht, erzählt und diskutiert. Irgendwann stellte ich fest, dass ich eigentlich noch gar nicht nach Hause wollte. Doch bevor es zu spät wurde, verabschiedete ich mich und machte mich auf den Heimweg. Mit vielen neuen Eindrücken. Mit schönen Gesprächen im Herzen. Und mit der Vorfreude auf ein nächstes Wiedersehen.
Wenn ich auf die vergangenen Wochen zurückblicke, fällt mir vor allem eines auf:
Wie viele schöne Momente uns das Leben schenkt. Manchmal sind sie groß und offensichtlich. Manchmal verstecken sie sich in einem Gespräch, einer Begegnung oder einer unerwarteten Nachricht. Man muss nur aufmerksam genug sein, um sie zu entdecken. Und vielleicht ist genau das eines der schönsten Geheimnisse des Lebens. Dass immer irgendwo ein neuer Mensch, eine neue Geschichte oder ein besonderer Moment auf uns wartet. Man muss nur offen dafür bleiben.
Bis bald
Tamara 💛
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